Warum wir immer wieder gleich reagieren- obwohl wir es anders möchten.
- Zübeyde Yildiz
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag
Warum reagierst du immer wieder gleich, obwohl du es eigentlich anders möchtest?
Vielleicht kennst du solche Momente.
Ein Satz deines Partners trifft dich plötzlich mitten ins Herz.
Ein Blick genügt, und du fühlst dich verletzt.
Jemand kritisiert dich und in dir steigen Wut, Angst oder das Bedürfnis auf, dich sofort zu verteidigen. Vielleicht ziehst du dich zurück, obwohl du eigentlich etwas ganz anderes sagen möchtest.
In diesem Moment geschieht etwas ganz automatisch.
Du denkst nicht lange nach.
Du reagierst.
Erst später, wenn sich deine Gefühle langsam beruhigt haben, kommen Gedanken wie:
Warum habe ich eigentlich so reagiert?
Eigentlich wollte ich das doch gar nicht.
Beim nächsten Mal möchte ich anders damit umgehen.
Und trotzdem passiert beim nächsten Mal oft wieder genau das Gleiche.
Nicht, weil du es nicht besser weißt.
Nicht, weil du dich nicht genug bemühst.
Sondern weil vieles von dem, was dich heute bewegt, nicht erst heute entstanden ist.
In meiner Begleitung interessiert mich deshalb nicht nur die aktuelle Situation.
Mich interessiert auch, was in diesem Moment in dir berührt wurde.
Denn häufig begegnen wir einer Situation im Hier und Jetzt, und gleichzeitig wird etwas in uns aktiviert, das viel älter ist.
Frühere Erfahrungen, Verletzungen oder erlernte Schutzmechanismen können unbewusst Einfluss darauf nehmen, wie du fühlst, denkst und handelst.
Nicht, weil du das bewusst entscheidest.
Sondern weil ein jüngerer, unbewusster Anteil in dir versucht, dich auf die einzige Weise zu schützen, die er irgendwann einmal gelernt hat.
Solange uns diese inneren Muster nicht bewusst sind, reagieren wir häufig immer wieder auf ähnliche Weise auch wenn wir uns eigentlich etwas ganz anderes wünschen.
Deshalb geht es in meiner Begleitung nicht darum, Schuld zu suchen oder die Vergangenheit zu verändern.
Was geschehen ist, können wir nicht verändern.
Es ist ein Teil deiner Geschichte.
Aber wir können lernen, dem, was heute in dir ausgelöst wird, anders zu begegnen.
Denn genau dort beginnt Veränderung.
Nicht, indem du gegen dich selbst kämpfst.
Sondern indem du beginnst zu verstehen, was in dir geschieht.
Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch die Fähigkeit zur Veränderung bereits in sich trägt.
Meine Aufgabe ist es nicht, dir zu sagen, wie du leben oder handeln sollst.
Ich begleite dich dabei, unbewusste Zusammenhänge sichtbar zu machen und die Muster zu erkennen, die dich heute vielleicht noch beeinflussen.
Denn genau in diesem Moment wird ein erster Anker gesetzt.
Ein Moment des Verstehens.
Ein Moment, in dem etwas, das lange unbewusst war, plötzlich bewusst werden darf.
Von dort aus beginnt Veränderung.
Nicht von heute auf morgen.
Nicht automatisch.
Aber Schritt für Schritt.
Mit jedem neuen Verständnis wächst die Möglichkeit, bewusster zu fühlen, bewusster zu entscheiden und Situationen anders zu begegnen als bisher.
Veränderung beginnt nicht mit einem neuen Verhalten.
Sie beginnt mit einem neuen Bewusstsein.
Denn was einmal bewusst geworden ist, muss nicht länger unbewusst dein Leben bestimmen.
Und genau darin sehe ich den Beginn einer nachhaltigen Veränderung.
Vielleicht war dieser Gedanke heute genau der Anker, den du gebraucht hast.
Herzlich,
Zübeyde
